Tilgung ist der Teil Ihrer Kreditrate, der die Schulden tatsächlich zurückzahlt. Der Rest der Rate sind Zinsen – also die Gebühr der Bank. Wer den Unterschied versteht, versteht die gesamte Baufinanzierung.
Darlehen 300.000 €, Sollzins 3,8 %, anfängliche Tilgung 2 %: Die Monatsrate beträgt
1.450 €. Davon sind im ersten Monat 950 € Zinsen und nur 500 € echte Tilgung. Weil jede Tilgung die Restschuld senkt,
sinkt der Zinsanteil von Monat zu Monat – und der Tilgungsanteil wächst automatisch. Genau diesen
Verlauf zeigt der Tilgungsplan.
Die wichtigsten Begriffe
Anfängliche Tilgung – der Tilgungssatz im ersten Jahr (üblich 2–3 %); er bestimmt zusammen mit dem Zins Ihre Monatsrate.
Sondertilgung – zusätzliche Zahlungen außerhalb der Rate, meist 5 % p. a. kostenfrei erlaubt.
Tilgungsplan – die Monat-für-Monat-Aufstellung von Zins, Tilgung und Restschuld.
Annuität – die konstante Gesamtrate aus Zins + Tilgung beim Annuitätendarlehen.
Was ist der Unterschied zwischen Zins und Tilgung?
Zinsen sind die Gebühr für das geliehene Geld und reduzieren die Schulden nicht. Tilgung ist der Teil der Rate, der die Restschuld tatsächlich abbaut. Beim Annuitätendarlehen verschiebt sich das Verhältnis jeden Monat zugunsten der Tilgung.
Was bedeutet 2 % anfängliche Tilgung?
Im ersten Jahr zahlen Sie 2 % der Darlehenssumme zurück. Bei 300.000 € sind das 6.000 € im Jahr bzw. 500 € im Monat – zusätzlich zu den Zinsen. Mit sinkender Restschuld steigt der Tilgungsanteil automatisch.